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    <title>af89f8c13ba5474ebe9befb197227a95</title>
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      <title>Jugendarbeit solidarisiert sich! Solidarisch, überbezirklich, gemeinsam!</title>
      <link>https://www.jugend-bildung-forschung.de/machen-sie-das-beste-aus-der-jahreszeit-indem-sie-diese-einfachen-richtlinien-befolgen</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Die Landesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit solidarisiert sich mit den Jugendarbeiter*innen in Berlin-Neukölln. Vor 14 Tagen ist bekannt geworden, dass ab 2021 Kinder-, Jugend- und Familienprojekte mit einem Volumen von über 800.000 Euro eingespart werden sollen.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Berliner Jugendarbeit im Corona-Modus:
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Das dicke Ende kommt noch - Jugendarbeit solidarisiert sich, auch in Neukölln!
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Solidarisch, überbezirklich, gemeinsam!
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Corona &amp;amp; Berliner Jugendarbeit !
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Corona-Pandemie hat die Jugendarbeit in Berlin stark getroffen. Standen vor allem Kitas und Schulen im Fokus der Öffentlichkeit, verweilten Kinder- und Jugendclubs medial und jugendpolitisch im Schattendasein. Rettungsschirme wie in anderen Bundesländern gab und gibt es hier nicht. Stattdessen wurde Jugendarbeit aufgefordert, junge Menschen von öffentlichen Plätzen zu werfen oder Nachhilfe zu leisten. Beides ist nicht Aufgabe von Jugendarbeit. Im Interesse der Kinder und Jugendlichen, ging die Berliner Jugendarbeit daher ihren ganz eigenen Weg: Kreative Soli-Aktionen, digitale Angebote, Beratungen im öffentlichen Raum. Alles ohne Zusatzfinanzierung, dafür aber mit schlechter Ausstattung!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Fast eine Million Euro weniger für Jugendarbeit in Neukölln. 
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Gemeinsamer Protest nötig!
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die LAG OKJA Berlin kritisiert die zuständigen und verantwortlichen Politiker*innen aus Berlin-Neukölln und stellt sich an die Seite der Kinder, Jugendlichen, freien Träger und des Jugendamtes. Neukölln gehört bereits seit vielen Jahren zu den Bezirken mit der prekärsten Ausstattung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Insbesondere die freien Träger sind von diesem Zustand betroffen. "Oftmals sind es nicht einmal zwei volle Personalstellen, um einen Jugendclub wöchentlich zu öffnen. Jetzt weiter zu reduzieren, würde die ohnehin schon gebeutelte Jugendarbeitslandschaft im Bezirk hart treffen," so die LAG OKJA Berlin zu den derzeitigen Diskussionen. "Der Bezirk unterschreitet schon jetzt deutlich die Mindestversorgung in Berlin und handelt damit mehr als verantwortunglos!"Am 03.09.2020 hat sich der bezirkliche Jugendhilfeausschuss bereits gegen die drohende Kürzung positiontiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit Jahren wirbt das Jugendamt um eine bessere Finanzierung im Bezirk. In einen Konzept zur Aufstellung des Haushaltes 2020/ 2021 heißt es vom Jugendamt "2017 fehlten in Neukölln 3.538 Plätze in Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen. Neukölln erreichte mit einem Versorgungsgrad von 5,3% nicht einmal die Hälfte des Richtwerts von 11,4%. Mit dem neuen Jugendförderungsgesetz wird der Richtwert für die anzustrebende Versorgung mit standortgebundener Jugendarbeit zugunsten einer höheren Vielfalt der Angebotsformen gesenkt. Aber auch nach den neuen Regularien haben wir in Neukölln eine deutliche Unterversorgung im Bereich der Jugendfreizeitstätten zu verzeichnen." (Jugendamt 2019)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach dem neuen Jugendförder- und Beteiligungsgesetz braucht es in Berlin-Neukölln 5.440 Plätze. Derzeit jedoch gibt es nur 3.094. Damit fehlen etwa 2.346 Plätze, für die Kinder und Jugendlichen - also ganz konkret: Fehlende Jugendarbeiter*innen, fehlende Jugendclubs und fehlende Freiflächen! "Dass die politisch Verantwortlichen nun auch noch auf Kosten von Kindern und Jugendlichen einsparen bzw. mit den Geldern andere politische Prioritäten setzen wollen, ist nicht nur irritierend, sondern entbehrt jedweilige Fachlichkeit," so die LAG weiter. "Die Politik sagt Kindern und Jugendlichen ständig, was sie zu tun und zu lassen haben. Jugendpolitiker*innen müssen zusammenhalten, egal welcher demokratischen Parteifarbe sie angehören. Auch in den eigenen Reihen, sollten politischen Entscheidungsträger*innen für Ideen, die solche Einsparungsmaßnahmen hervorbringen, entschieden die Stirn geboten werden! Die Strategie der Neuköllner Politik wiederspricht allen neueren wissenschaftlichen Studien zur Beteiligung und politischen Engagement junger Menschen - wie der aktuellen Jugendshell-Studie oder dem anstehenden Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung 2021."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Wir stellen uns an die Seite der AG 78 Jugendarbeit in Neukölln und fordern die politisch Verantwortlichen, in diesem Fall die rot-grüne Zählgemeinschaft auf, sich der Stellungnahme der AG 78 Jugendarbeit anzuschließen. Sie stellen die Regierung in Berlin-Neukölln. "Ja, Jugendarbeit gehört zu freiwilligen Leistungen, aber garantiert nicht zu den unwichtigen Leistungen! Insbesondere das hat uns die Corona-Pandemie verdeutlicht."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Befürchtungen - Neukölln ist erst der Anfang !
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Keine Einsparungen auf Kosten der Kinder- und Jugendarbeit in Berlin!
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           "
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir stehen kurz vor den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und den Bezirksverordnetenversammlungen. Eigentlich kann man es sich derzeit in keinem Berliner Bezirk leisten, Jugendarbeit zu kürzen. Vor allem auch, weil es im Widerspruch zur Landespolitik steht, die gerade ein Jugendförder- und Beteiligungsgesetz auf den Weg gebracht hat. Jugendarbeit hat nichts mit Wahlkampf zu tun, sondern braucht eine verlässliche Finanzierung über viele Jahre hinweg!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch andere Bezirke haben keine verlässliche Regelfinanzierung für die vorhandenen Kinder- und Jugendeinrichtungen und greifen jährlich auf zusätzliche Mittel zurück. Ob diese zusätzlichen Mittel auch in Zukunft zur Verfügung stehen, wird sich in Anbetracht der erwartbaren Einsparungsmaßnahmen zeigen. Die LAG OKJA Berlin steht für ein solches Taktieren nicht zur Verfügung und solidarisiert sich mit den Berliner Jugendämtern, die es in Zeiten knapper Kassen nie leicht haben, sich gegenüber anderen Bezirksamtsverwaltungen zu behaupten. Vielleicht sollte man einfach mal die jungen Menschen fragen, was sie so wollen und diese zu solchen politischen Absichtserklärungen befragen. Am Besten vor der Entscheidung. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           Landesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder und Jugendarbeit, 14.09.2020
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 14 Sep 2020 20:50:11 GMT</pubDate>
      <author>duda-owner-ionos@ionos.com (Duda Owner IONOS)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Offene Kinder- und Jugendarbeit ist systemrelevant</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           Wir fordern die Entscheidungsträger*innen auf, die Bedeutung der Digitalität in der Jugendarbeit anzuerkennen und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen – etwa durch die Bereitstellung und Finanzierung notwendiger technischer Ausstattung und zusätzlicher Leistungsstunden – zu schaffen. Die Aufforderungen der Bezirksämter zu Austausch, Transparenz und gemeinsamer Lösung während der Corona-Pandemie kann keine Einbahnstraße sein. 
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Jugendarbeit ist systemrelevant, 
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Stellungnahme und Forderungen zur aktuellen Situation.  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kritische Anmerkungen zur Finanzierungslogik in Berlin während, vor und nach der Corona-Pandemie
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Die Landesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit versteht sich als Interessenvertretung für die etwa 400 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen in Berlin. 
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Der LAG OKJA Berlin ist bewusst, dass die Corona-Pandemie die soziale Infrastruktur und die an ihr beteiligten Akteur*innen vor besondere Herausforderungen gestellt hat und dies auch nach wie vor tut. Der Kinder- und Jugendarbeit in Berlin wurde in dieser Phase nur wenig, wenn dann nur vereinzelt, Beachtung geschenkt. Unterstützungs- und Vernetzungsmöglichkeiten seitens der Jugendämter waren zum Teil rar. 
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Die Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit haben die Zeit daher genutzt, um sich im Interesse der Kinder und Jugendlichen selbst zu organisieren, kollegial zu unterstützen und zu politisieren. Die Corona-Pandemie im vergangenen Monat und die damit einhergehenden Entwicklungen im Land Berlin haben einmal mehr die besonderen Potentiale, vor allem aber die Herausforderungen von Offener Kinder- und Jugendarbeit in den 12 Berliner Bezirken offen gelegt. 
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Die gesamtstädtische und bezirkliche Informationspolitik zur Kinder- und Jugendarbeit wirkte in dieser Zeit fragil und zerfasert. Wie leider in der Vergangenheit wiederholt zu beobachten war, kursieren auch jetzt verschiedene Informationen und Schreiben zum Umgang der Kinder- und Jugendarbeit mit der Corona-Pandemie in den Bezirken. Wir werben – erneut und verstärkt – für ein einheitliches Verfahren in Berlin; sowohl bei der Wiedereröffnung der Einrichtungen als auch in Bezug auf die Finanzierung von Kinder- und Jugendarbeit, um die es in diesem Schreiben im Besonderen gehen soll. 
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Im Anschluss an unseren Offenen Brief vom 25. März 2020 (https://berlin-jugendarbeit.com/offener-brief-corona/) möchten wir Sie als Entscheidungsträger*innen in Politik und Verwaltung ein weiteres Mal höflich dazu auffordern, die Kinder- und Jugendarbeit in ihrer Systemrelevanz für junge Menschen anzuerkennen. Dazu bedarf es, aus unserer fachlichen Sicht: 1. einer gemeinsamen Entscheidung, 2. ein abgestimmtes und einheitliches Verfahren sowie 3. eine transparente und überbezirkliche Kommunikation.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Gemeinsame Entscheidung – Gemeinsames Handeln
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Die Jugenförder*innen und Amtsleiter*innen aller 12 Berliner Bezirke haben sich am 01. April 2020 dafür ausgesprochen, die Finanzierung der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen während/ trotz der Corona-Pandemie sicherzustellen. Die vereinbarten Zuwendungs- oder Leistungsverträge sollen rechtskräftig verbleiben.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die LAG OKJA Berlin begrüßt die Entscheidung und anerkennt diese gemeinsame mündliche Absicht. Die vollständige Weiter- und Ausfinanzierung der Kinder- und Jugendarbeitslandschaft ist in einer Krise unerlässlich und darf aus politischer und jugendarbeitspolitischer Sicht nicht in Frage gestellt werden. Wir sehen in der Absichtserklärung ein wichtiges Zeichen und ein Bekenntnis, die Arbeitsfähigkeit der Kinder- und Jugendarbeit sicherzustellen. Eine mündliche (in vereinzelten Bezirken auch schriftliche) Absichtserklärung bietet den Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen und mobilen Angeboten in Berlin jedoch keinerleiSicherheit! Im Gegenteil: Eine ausschließlich mündliche Absichtserklärung sichert kein einheitliches vor allem gesamtstädtisches Verfahren bei der Umsetzung, wie u.a. die unterschiedlichen Schreiben und Aufforderungen zur Mengenerfassung aus den 12 Bezirken eindrücklich zeigen. Diese unabgesprochenen Vorgehensweisen führen zu Uneindeutigkeit und Verunsicherung.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Wir fordern die Entscheidungsträger*innen bei aller Unterschiedlichkeit der Bezirke (Zuwendungsverträge, Leistungsverträge, QM, kommunal, nicht-kommunal usw.) dazu auf, sich einheitlich zur Ausfinanzierung der Berliner Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen während der Corona-Pandemie zu positionieren und abgestimmt zu handeln. Wir fordern eine Entscheidung und ein einheitliches, transparentes Verfahren – über die Bezirksgrenzen hinweg! Schreiben einzelner Akteur*innen in den Bezirken sind nicht dienlich, sondern erreichen das Gegenteil. Wir empfehlen ein geordnetes, überbezirkliches Verfahren in Sachen Geschwindigkeit, Form und Inhalt der Informationsweitergabe zur Frage der Finanzierung in und nach Corona-Zeiten und keinen Berliner Flickenteppich. 
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Lineares Planmengenverfahren in Corona-Zeiten auch kritisch reflektieren
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Berlin hat sich – in Sachen Finanzierung von Kinder- und Jugendarbeit während der Corona-Pandemie – für das sogenannte „Ein-Zwölftel-Berechnungs-Modell“ für die Monate März und April 2020 entschieden. Jeweils 1/12 der in den Leistungs- oder Zuwendungsverträge kalkulierten Planleistungsstunden (Kostenpläne) können auf diese Weise monatlich abgerechnet werden (lineares Berechnungsverfahren). 
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Mit der Idee dieser linearen Berechnung von Leistungsstunden wurde eine einfache Regelung gefunden, die den Kinder- und Jugendeinrichtungen in einigen Berliner Bezirken eine schnelle mündliche Zusicherung zur Weiterfinanzierung ermöglichte. Mit der Umsetzung dieser Abrechnungsweise ergeben sich aus unserer Sicht jedoch problemreiche Folgen: 
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Die lineare Berechnung von Leistungsstunden (LS) in den Monaten März und April 2020 legt die Annahme nahe, dass Offene Kinder- und Jugendarbeit in Zeiten der Corona-Pandemie die sich verändernden Bedarfe junger Menschen in gleicher Weise wie bisher berücksichtigen kann, respektive analoge Angebote einfach in Online-Variationen übersetzt werden können. Der mit der Umstellung unserer Arbeit von Offline- zu Online-Angeboten verbundene Mehraufwand wird dabei ebenso wenig berücksichtigt wie die Vielfalt der Angebotsformen und die ohnehin Unterausstattung der Einrichtungslandschaft. Darüber hinaus kann digitale Jugendarbeit analoge Jugendarbeit quantitativ nicht ersetzen. 
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Berlin verfügt bislang über kein einheitliches Verfahren zur Ermittlung und Abrechnung der jährlich durch die Kinder- und Jugendeinrichtungen zu erwirtschaftenden Leistungsstunden in den Bezirken. Jeder Bezirk gestaltet seine Leistungs- oder Zuwendungsverträge (inkl. Mischfinanzierungen usw.) einschließlich der dafür notwendigen Kostenpläne unterschiedlich. Es gibt also trotz überarbeitetem Qualitätshandbuch und neuer Standardbemessungsgrundlage weiterhin keine Einheitlichkeit bei der Finanzierung von Kinder- und Jugendarbeit in Berlin. Die Ausstattung ist höchst unterschiedlich, was sich infolgedessen auch auf die vorgeschlagene Variante zur linearen Berechnung der Leistungsstunden auswirkt. Die Frage, die sich also stellt, lautet: „Ein Zwölftel von was?“ Wird in Folge der aktuellen Herausforderungen eine, in allen Bezirken einheitliche, lineare Abrechnung vorgenommen, führt dies in Folge zu einer Verstärkung der Uneinheitlichkeit zwischen den Bezirken. Bezirke, die ihre Einrichtung bislang prekär ausstatten, tun dies weiter Bezirke, die ihre Angebote vergleichsweise besser finanzieren, profitieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Der Vorschlag zur linearen Abrechnung von Kinder- und Jugendarbeit während der Corona-Pandemie scheint deutliche Schwächen zu bergen. Diese Schwächen weisen auf grundsätzliche Widersprüche und Mängel im Kosten-Leistungs-Prinzip selbst hin. Daher Folgendes:  
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Aus der Not lernen und Kosten-Leistungs-Rechnung überdenken
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Corona-Pandemie zeigt einmal mehr, was schon vorher kritisch beobachtet werden konnte: Die Nutzung einer Kosten-Leistungs-Rechnung-Logik, zur Finanzierung von Kinder- und Jugendarbeit, war und ist fachlich nicht vertretbar. Sie reduziert und denunziert die Kinder- und Jugendarbeit auf quantifizierbare Größen, die mit der Realität praktischer sozialpädagogischer Arbeit in den Einrichtungen und Angeboten von Kinder- und Jugendarbeit, vor allem aber mit den Lebenswelten junger Menschen nichts zu tun hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Die Qualität von Kinder- und Jugendarbeit lässt sich nicht allein quantitativ ermitteln. Auch der neu eingeführte Produktkatalog (Produkte 80963 bis 80970) setzt der Finanzierungslogik, Angebote via Stückkosten (Stückkosten 2018: 52,91 € für eine Angebotsstunde beim kommunalen Träger, 37,37 € für eine Angebotsstunde beim freien Träger), zu berechnen und zu (re-)finanzieren kein qualitatives Element entgegen. Vielmehr zementiert es die Konkurrenz zwischen den Bezirken und das Buhlen um begrenzt zur Verfügung stehende Mittel.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Das Korsett eines – wie auch immer gearteten – Produktkataloges behindert die Kreativität, das um-die-Ecke denken, bei der Entwicklung von Angeboten. Die neue Produktlandschaft versucht die Angebotsvielfalt von Jugendarbeit ausdifferenzierter abzubilden. Dies wird jedoch bereits zu Beginn eines jeden Jahres mit der Notwendigkeit einer quantifizierbaren und verbindlichen Aussage, welche Produkte und wie viele Leistungsstunden in 12 Monaten umgesetzt und bebucht werden müssen, ausgehebelt.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Flexibilität, Kreativität und die Beteiligung junger Menschen wirkt daher aus kalkulatorischer Verwaltungssicht unerwünscht. Der Umgang mit den neuen Produkten in Berlin ist abenteuerlich. Der Versuch im Zuge des Jugendfördergesetzes ein einheitliches Verfahren einzuführen, ist bislang gescheitert. Ein Mehr an Flexibilität und Freiheiten bei der qualitativen Erfassung praktischer Arbeit würde nicht nur die Angebotslandschaft bereichern, sondern wäre auch ein Zugewinn für die Freizeiterfahrungen junger Menschen. 
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Die Intransparenz und die wenigen Rückkopplungsmomente in der Erprobungsphase schaffen Unsicherheiten und behindern die Kreativität bei der Entwicklung von Angeboten. Das führt zur Erhöhung des bürokratischen Aufwands für die Einrichtungen um Arbeitsstunden, die wiederrum im sogenannten Hauptprodukt (80963 und 80964 aber auch 80966) gar nicht erfassbar bzw. (wenn dann nur im geringen Anteil) anrechenbar sind. Die ist aus Sicht der LAG ein Paradoxon. Auch in Zeiten der Corona-Pandemie definiert jeder Bezirk erst einmal für sich, was zur linearen Abrechnung von Kinder- und Jugendarbeit genutzt werden darf. Wir fordern hier um eines mehr, auch die fantastische und solidarische Vernetzungsarbeit der Kolleg*innenschaft abrechenbar zu machen. Einzelne Bezirke formulieren Aussagen „rechnet erst mal alles ab, was ihr könnt“ (egal wie viel), andere Bezirksämter bremsen die Einrichtungen und definieren vor, was in Zeiten der Corona-Pandemie abrechenbar sei. Wir fordern die Bezirksämter abermals auf, sich mit den beruflichen Realitäten von Kinder- und Jugendarbeit auseinanderzusetzen und ein einheitliches Verfahren zu definieren und umzusetzen!
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Keine Zweckentfremdung von Leistungsstunden der Kinder- und Jugendarbeit während der Corona-Pandemie 
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Entscheidung zur Finanzierung von Jugendarbeit während der Corona-Pandemie steht die Praxis der Zweckentfremdung von Leistungsstunden der Kinder- und Jugendarbeit gegenüber. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Kinder- und Jugendarbeit ist seit jeher ein solidarisches Handlungsfeld. Wenn jedoch originäre Jugendarbeiter*innen in anderen Einsatzfeldern der Kinder- und Jugendhilfe zum Einsatz kommen, bedarf es einer zusätzlichen Finanzierung dieser Arbeit. Es muss dafür eine Finanzierung gefunden werden, die sich eben nicht aus dem ohnehin unterausgestatteten Budget der Kinder- und Jugendarbeit speist. Die Leistungsstunden (Mengen) müssen den Kindern und Jugendlichen in ihren Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, auch und vor allem unter den aktuellen Herausforderungen, erhalten bleiben (Ausfallfinanzierung). 
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Der Einsatz von Fachkräften der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in arbeitsbereichsfremden Einsatzfeldern mit u.a. ordnungsrechtlichem Charakter widerspricht darüber hinaus den Grundsätzen von Offener Arbeit. Personelle Ressourcen des Arbeitsbereiches sind nicht zweckzuentfremden und Fachkräfte nicht zu Erfüllungsgehilfen eines überforderten Systems zu machen. Die LAG OKJA Berlin stellt sich solidarisch an die Seite der Jugendförder*innen und Sozialraumkoordinator*innen mit ihren im Kinder- und Jugendarbeitsprodukt (80970) hoheitlich definierten Aufgaben. Jugendarbeiter*innen in der Verwaltung dürfen nicht für restriktive Kiezspaziergänge o.ä. zweckentfremden werden. Jugendarbeit heißt Demokratiebildung und nicht Ordnungshüterei!
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Produktkatalog zur Jugendarbeit muss digitale Kinder- und Jugendarbeit berücksichtigen
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Die Corona-Pandemie zeigt deutlich, dass der aktuelle Produktkatalog an die Lebensrealitäten von jungen Menschen angepasst werden muss und damit nicht ausschließlich einer quantitativen Logik folgen darf. 
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Die Fachkräfte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit haben in der Corona-Pandemie ihr Improvisationstalent, aus wenig/ nichts das Beste herauszuholen, unter Beweis gestellt. Dies darf jedoch kein Freifahrtschein für das Ausruhen der Entscheidungsträger*innen sein! Angebote im Bereich digitaler Kinder- und Jugendarbeit, die aktuell unter Hochdruck und mit viel Kreativität installiert werden, müssen auch nach der Pandemie erhalten bleiben. In diesem Zusammenhang bedarf es der kurzfristigen Überprüfung und einpflege von digitalen Angeboten in den grundlegend zu überarbeitenden, allerdings kurzfristig ausschließlich zur Verfügung stehenden, Produktkatalog von Kinder- und Jugendarbeit! Digitale Jugendarbeit ist im Produktkatalog bislang nicht benannt. Auf Grund seines speziellen Charakters ist aus Sicht der LAG ein eigenes Produkt mit separater Finanzierung notwendig. Darüber hinaus fordert die LAG OKJA Berlin die nachhaltige personelle und sächliche Ausstattung der Einrichtungslandschaft zur nachhaltigen Aufrechterhaltung aller genannten Angebote, auch die der digitalen Jugendarbeit. 
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Die LAG OKJA Berlin fordert mittel- und langfristig eine grundsätzliche Überarbeitung des Produktkataloges. Es gibt eine Vielzahl bisher hier nicht berücksichtigter für qualitative Kinder- und Jugendarbeit jedoch dringend notwendiger Tätigkeiten (bspw. Vernetzungsarbeit, Politisierung), die – sollte man auch in Zukunft das KLR-System erhalten – abrechenbar sein müssen. Der gesamten Jugendarbeitslandschaft muss gem. § 80 Abs. 3 SGB VIII das Recht zugestanden werden, sich an dieser Erarbeitung beteiligen zu können. 
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Produkt 80967 zur Umsetzung von Kinder- und Jugenderholung ernstnehmen (Ferienmaßnahmen, Internationale Begegnungen usw.)
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Rahmen des neuen Produktkatalogs wurde das Produkt 80967 Angebotsform 3 „Erholungsfahrten und -reisen, internationale Begegnungen – auch durch freie Träger“ neu eingeführt und finanziell ausgestattet. Leider scheint es, trotz eines berlinweit einheitlichen Kataloges, kein einheitliches Verständnis zu diesem Produkt zu geben. Wie in anderen Bereichen, zeichnet sich auch hier ein bezirklicher Flickenteppich ab. Werden in einigen Bezirken ausschließlich Ferienfahrten finanziert, werden in anderen Bezirken darüber hinaus internationale Begegnungen und/ oder zentrale (kommunale) Ferienmaßnahmen ohne Ausschreibung und Beteiligungsmöglichkeiten freier Träger und/ oder von Bildungsstätten implementiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Unabhängig von der Definition des Produktes, wiederholt sich an dieser Stelle der an anderer Stelle bereits ausführlich dargestellte Transparenz- und Kommunikationsmangel seitens der bezirklichen Verantwortlichen. Während einige Bezirke vorpreschen und Aussagen zur Absage oder Verschiebung in die zweite Jahreshälfte tätigen, gibt es in anderen Bezirken keinerlei Rückmeldung an die freien Träger. Die LAG fordert eine gesamtstädtische Lösung im Umgang mit dem Produkt Ferienmaßnahmen – grundsätzlich und speziell in Zeiten der Corona-Pandemie! Die Tendenz der Entscheidungsträger*innen bereits geplante Maßnahmen komplett in die zweite Jahreshälfte 2020 zu verlegen, erscheint aus Sicht der LAG OKJA Berlin mehr als unrealistisch. Wir fordern die politisch und bezirklich Verantwortlichen auf, die Expertise der Jugendbildungsstätten oder Anbieter*innen von Ferienmaßnahmen und freien Träger in diesem Bereich aktiv zu nutzen und gemeinsam an einer Lösung im Interesse junger Menschen zu erarbeiten!
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Die LAG OKJA Berlin fordert die bedingungslose Anerkennung von Jugendbildungsstätten als Teil von Kinder- und Jugendarbeit. Die Jugendbildungsstätten sind ein wichtiges Element der Kinder- und Jugendförderung mit einem eigenständigen Bildungsauftrag. Nicht nur Jugendverbände und Jugendeinrichtungen nutzen diese zur Ergänzung ihrer Arbeit. Die Corona-Pandemie stellt die Arbeit der Jugendbildungsstätten und ihre zukünftige finanzielle Sicherung vor besonders große Herausforderungen. Erwartete und wichtige Einnahmen entfallen, aufgrund der Kontaktsperren und Versammlungsverbote, bis in die Sommerferien. Die bezirklichen Entscheidungen zum Umgang mit bereits abgesagten oder abzusagenden Erholungsmaßnahmen müssen diese Besonderheit berücksichtigen.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Schlussfolgerung
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Die Stellungnahme der LAG OKJA Berlin skizziert exemplarische Probleme und Herausforderungen, vor denen die Trägerlandschaft der Kinder- und Jugendarbeit speziell im Bereich der Finanzierung und in diesem Bundesland zur Anwendung kommenden Kosten-Leistung-Rechnung steht. Der sich zeigende Flickenteppich ist Symptom eines tieferliegenden Problems, welches wir im wettbewerblichen Auftreten der Bezirke und der Verteilung zur Verfügung stehender finanzieller Ressourcen zur Umsetzung von Kinder- und Jugendarbeit sehen. Dies wiederum ermöglicht erst überhaupt die mangelnde Transparenz einzelner Bezirke während der Corona-Pandemie. Keiner der Bezirke möchte Probleme offenlegen, wobei jeder um die Herausforderungen und Fallstricke weiß. Ein Mehr an Transparenz, kollegialem Austausch und solidarischem Miteinander ist Grundpfeiler eines nachhaltigen Controllings auf Senats- und bezirklicher Ebene. 
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Die LAG OKJA Berlin fordert die Entscheidungsträger*innen, im Sinne einer prozessorientierten Qualitätssicherung und trotz der unlängst stattgefundenen Einführung des Jugendfördergesetzes auf, das Prinzip der Kosten-Leistungs-Rechnung zur Finanzierung der Berliner Kinder- und Jugendarbeit endlich grundlegend zu überdenken. Alternative Finanzierungs- und Abrechnungsmöglichkeiten, wie sie in anderen Bundesländern bereits erfolgreich umgesetzt werden, gilt es zu evaluieren und sich ihnen anzuschließen! Die LAG OKJA Berlin wird dazu alsbald ein offenes Think Tank anbieten, an dem auch Finanzcontrollende / Fachsteuernde und andere wichtige Akteur*innen wie Sozialraumkoordinator*innen zur Teilnahme eingeladen sind. Wir wünschen uns ein Dialog auf Augenhöhe. 
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Die Zeiten, dass Menschen ihr Verhalten den Medien und Technologien anpassen sind vorbei. Wir und vor allem junge Menschen – also die Besucher*innen unserer Kinder- und Jugendarbeitsangebote, – erwarten, dass sich Technologien und Medien ihnen anpassen. Offene Kinder- und Jugendarbeit muss sich an den Bedürfnissen und Interessen junger Menschen orientieren und weiterentwickeln. Dazu zählen ganzheitliche Strategien, die auch die Digitalität als Querschnittsthema in der Jugendarbeit berücksichtigen.[1][1]
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Wir fordern die Entscheidungsträger*innen auf, die Bedeutung der Digitalität in der Jugendarbeit anzuerkennen und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen – etwa durch die Bereitstellung und Finanzierung notwendiger technischer Ausstattung und zusätzlicher Leistungsstunden – zu schaffen. Die Aufforderungen der Bezirksämter zu Austausch, Transparenz und gemeinsamer Lösung während der Corona-Pandemie kann keine Einbahnstraße sein. 
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Berliner Kinder- und Jugendarbeit hat in den vergangenen Wochen mit Kreativität und Leidenschaft überzeugt. Sie andernfalls einzig und allein bzw. wiederholt(!) als Feuerlöscher*in zu markieren, ist inkorrekt und entbehrt jeglicher Fachlichkeit. Die Einsatzbereitschaft aller Jugendarbeiter*innen ist kein Novum während der Pandemie, sondern zählt zu den genuinen Bestandteilen unseres Handlungsfeldes: flexibel, offen, lebensweltorientiert! Egal ob digital und/ oder analog.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Es ist an der Zeit, sich als Verwaltung und Politik durch solidarisches und emanzipatorisches Handeln an die Seite aller Kinder- und Jugendarbeiter*innen in allen 12 Berliner Bezirken zu stellen. Nicht durch einzelne Schreiben und Verfahren, sondern durch eine abgestimmte Kommunikation, welche die Kolleg*innen in ihrer Arbeit anerkennen, entlasten und unterstützen. 
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Sicherstellung und der Ausbau der Finanzierung von Kinder- und Jugendarbeit muss selbstverständlich sein! Jetzt während der Corona-Pandemie, aber auch in den anstehenden Haushaltsdebatten. Die erwartbaren leeren Staatskassen dürfen bundesweit nicht auf Kosten der Kinder- und Jugendarbeit gehen. Sollte es einen Nachtragshaushalt im Zuge der Corona-Pandemie in im Land Berlin geben, muss die Kinder- und Jugendarbeit finanziell davon profitieren!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Die derzeitigen Entwicklungen im Land Berlin und darüber hinaus bieten die einmalige Chance, die eigene Struktur zur Finanzierung von Kinder- und Jugendarbeit, vor allem aber die bisherige (jugend)politische Wertigkeit unseres Handlungsfeldes zu überprüfen. Jugendarbeit war, ist und bleibt agil, innovativ, direkt und systemrelevant. Nicht nur in Krisenzeiten. Dafür braucht sie gute Rahmenbedingungen, auch in Zukunft!  
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Dieses kritische Statement zur Finanzierung der Berliner Kinder- und Jugendarbeit und die darüber hinaus angeführten Punkte sollen Anlass sein, die vermeintlich richtigen Entscheidungen und handlungspraktischen Konsequenzen für unser Handlungsfeld grundlegend zu überdenken und progressiv realitätsbezogene Schlüsse zu ziehen. Die LAG OKJA Berlin bietet sich als offene und dynamische Gesprächspartner*in in diesen Zeiten und darüber hinaus an! 
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Es bedarf eine solidarische Politisierung aller Jugendarbeiter*innen – in Praxis, Verwaltung, Politik und Wissenschaft – um sich gemeinsam gegenüber Akteur*innen wie der Senatsfinanzverwaltung streitbar zu positionieren. Wenn nicht jetzt, wann dann?
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           Landesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit Berlin, 24.10.2020
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 14 Sep 2020 20:50:11 GMT</pubDate>
      <author>duda-owner-ionos@ionos.com (Duda Owner IONOS)</author>
      <guid>https://www.jugend-bildung-forschung.de/halten-sie-den-kontakt-mit-website-besuchern-und-vertiefen-sie-die-bindung-mit-ihren-lesern</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Rettungsschirm für Berliner Kinder- und Jugendarbeit in Corona-Zeiten</title>
      <link>https://www.jugend-bildung-forschung.de/tipps-zum-verfassen-hervorragender-beitraege-die-den-traffic-ihrer-website-erhoehen</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Offener Brief an den Regierenden Bürgermeister von Berlin, die Senatsverwaltung für Jugend, Bildung und Familie, an die jugendpolitischen Sprecher*innen der Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus und in den bezirklichen BVV’en
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Rettungsschirm für Berliner Jugendarbeit in Zeiten von Corona
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Landesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit Berlin (kurz LAG OKJA Berlin) fordert die politischen Entscheidungsträger*innen, die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie die bezirklichen Jugendämter in Zeiten der Corona-Pandemie zum unverzüglichen und transparenten Handeln auf! Die Berliner Kinder- und Jugendarbeit leistet mit ihrem solidarischen, schnellen und unkomplizierten Engagement derzeit Großartiges für die Kinder und Jugendlichen unserer Stadt, auch um den starken Einschränkungen ihrer Lebenswelten mit Beteiligung und Kreativität entgegenzuwirken. Digitale Jugendarbeit, also die Medialisierung der Angebote und Kolleg*innen, aber auch der Umgang mit Kindern und Jugendlichen im öffentlichen Raum zählen derzeit zu wichtigen Themen der pädagogischen Fachkräfte. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dennoch stellen sich der Kinder- und Jugendarbeit derzeit viele ungeklärte Fragen und Herausforderungen, mit denen die Bezirke zum Teil sehr unterschiedlich bis gar nicht umgehen: Umgang mit den Leistungsstunden und der KLR, die Beschäftigung der Honorarkräfte, ausfallende Mieteinnahmen, gestrichene Ferienprojekte und vieles mehr. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir fordern daher die politischen Entscheidungsträger*innen auf, 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          sich folgenden Sachverhalten zu stellen:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           1.) Schnelle digitale Ausstattung der Berliner Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Jugendämter fordern Jugendclubs derzeit zum innovativen und digitalen Handeln auf, sind für die Kinder- und Jugendarbeit aber selbst nur eingeschränkt bis gar nicht erreichbar. Trotz der DSGVO haben die Jugendclubs ihre Arbeit bereits erfolgreich in den digitalen Raum verlagert. Wir fordern eine unverzügliche Ausstattung der Berliner Kinder- und Jugendclubs. Es bedarf eine entsprechende Technik etwa mobile Diensttelefone, Pads und/ oder PC’s, deren Anschaffung durch den Staat (etwa durch eine Sachkostenpauschale) finanziell ermöglicht werden muss. Der jahrelange Dornröschenschlaf und die damit verbundene Grauzone rächt sich jetzt. Lebensweltliche Jugendarbeit bedeutet digitale Jugendarbeit, nicht erst seit Corona. Junge Menschen bewegen sich im digitalen Raum! Arbeitet Jugendarbeit nicht digital, bricht sie mit dem Prinzip der Lebensweltorientierung. Es muss daher endlich gehandelt werden!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           2.) Erreichbarkeit der Kinder- und Jugendförderungen in den Bezirken herstellen
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Bezirksämter werden aufgefordert, ihre Kinder- und Jugendförderungen mit digitalem Know-how und Technik auszustatten und zu unterstützen. Zum Teil sind die Kolleg*innen der Fachsteuerung als Fachberatung derzeit nicht erreichbar. Das muss geändert werden. Auch andere Leistungsabteilungen der Bezirksämter sind davon betroffen, sodass noch ausstehende Leistungsverträge oder notwendige Abschlagszahlungen nicht ausgeführt werden können. Auch die kommunalen Kolleg*innen der Jugendämter müssen vom IT-Service unterstützt werden! Teilweise greifen sie bereits auf innovative Ideen zurück, andere nicht. Also, mehr davon!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           3.) Digitale Jugendarbeit Berlin und Datenschutz
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es braucht eine klare Aussage seitens der Verwaltung, wie mit dem Datenschutz in Zeiten von Corona (und natürlich darüber hinaus) seitens der Kinder- und Jugendarbeit zu verfahren ist! Die Diskussionen rund um die DSGVO wurden in den vergangenen Jahren nicht zu Ende geführt (siehe Pkt. 1). Auf der einen Seite fordern Senat und Bezirke zur digitalen Jugendarbeit auf, andererseits sind „WhatsApp-Gruppen“ bislang offiziell nicht erlaubt. Wie können digitale Leistungsstunden abgerechnet werden, wenn diese überhaupt nicht angeboten werden dürfen? Hier braucht es eine zügige, transparente Klärung und Rechtssicherheit für Jugendarbeiter*innen und Kinder und Jugendliche!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           4.) Umgang mit den Leistungsstunden und der Berliner Kosten-Leistungs-Rechnung
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir fordern das (temporäre) Aussetzen des Kosten-Leistungs-Rechnungs-Prinzips. Berlin soll sich endlich den Finanzierungslogiken aus anderen Bundesländern anschließen oder eine eigene sinnvolle und handlungsfeldkonforme Lösung zur Finanzierung von Jugendarbeit finden. Das Jugendfördergesetz hat das bisher nicht geschafft. Die Corona-Krise zeigt, dass das bisherige Prozedere absolut suboptimal ist. Es braucht jetzt endlich eine einheitliche Lösung an der Seite der Jugendarbeiter*innen vor Ort, auch bzgl. des Zählens und Abrechnens von Leistungsstunden (in Corona-Zeiten). Bisher wurde eine einheitliche Zählweise (trotz Jugendfördergesetz) in Berlin versäumt. Die bezirklichen Jugendförderungen + KLR-Controller*innen werden aufgefordert, eine kurzfristige einheitliche Lösung zum Umgang mit der KLR während der Corona-Pandemie herbeizuführen und Praktiker*innen sowie freie Träger bei der Erarbeitung dieser Lösung zu beteiligen. Der Vorstoß vom Jugendamt Mitte zur linearen Zählung der Leistungsstunden ist als kurzfristige Lösung zu berücksichtigen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           5.) Unterstützung der Berliner Freiberufler*innen in der Kinder- und Jugendarbeit
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Berliner Jugendarbeit lebt von ihren kreativen Honorarkräften! Da die Einrichtungen derzeit geschlossen sind, können Honorarkräfte nicht wie im bisherigen Umfang gehalten werden. Das trifft die freiberuflichen Kolleg*innen besonders stark und stellt sie vor ökonomische Herausforderungen. Senat und Bezirke werden aufgefordert eine Lösung herbeizuführen und sich zu den Freiberufler*innen in der Kinder- und Jugendarbeit zu bekennen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           6.) Kurz-Arbeit in der Kinder- und Jugendarbeit
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wegen fehlender Einnahmen (etwa durch Miete, Kurse usw.) stehen einige freie Träger der Berliner Kinder- und Jugendeinrichtungen derzeit vor der Frage, Kurzarbeit zu beantragen. Wir fordern Senat und Bezirke zu einem verantwortungsvollen, schnellen Handeln und Abwenden dieser Maßnahmen auf, um die Kinder- und Jugendarbeit (auch in Zukunft) sicherzustellen. Das Kurzarbeit-Modell hätte für die Jugendarbeit katastrophale Auswirkungen. Prekäre Personalausstattung, Fachkräftemangel und eine unangemesse niedrige Entlohnung begleitet das Feld ohnehin schon seit vielen Jahren! Gerade in der Krise braucht Berlin eine stark und vielfältig aufgestellte handlungsfähige Jugendarbeit! Mehr denn je! 
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           7.) Digitales Engagement der Schulen objektiv reflektieren
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          Viele Kinder und Jugendlichen berichten derzeit von einem noch höheren Leistungsdruck durch Schule als sonst. Zum Teil müssen sie bis in den späten Nachmittag und Abend hinein pauken. Schulen greifen dafür derzeit auf zum Teil provisorische digitale Möglichkeiten zurück. Nicht alle Lehrkräfte können einschätzen, was machbare und guteHausaufgaben sind geschweige denn, ob und wie sie Kids gut und digital dabei begleiten können. Nur weil Schule (partiell) vergessen hat sich weiterzuentwickeln, kann nicht gleichzeitig erwartet werden, dass Kids wie immer funktionieren und immer noch unverhältnismäßig hohe Leistungen von ihnen gefordert werden! Wir fordern hier das Maß des Machbaren! Nicht nur Lernen, sondern gemeinsam Bildung (digital) erfahrbar machen und erleben, sollte das Gebot der (digitalen) Stunde sein. Jugendarbeit zeigt, wie das funktionieren kann!
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          Wir fordern Senatsverwaltung und Bezirke daher auf, einen unverzüglichen Rettungsschirm für die Berliner Kinder- und Jugendarbeit aufzulegen, um unbürokratische und schnelle Unterstützung zu gewährleisten. Dieser Notfallfonds soll für die Angebote der Jugendarbeit nach § 11 SGB VIII, der Jugendverbandsarbeit nach § 12 SGB VIII und der Jugendsozialarbeit nach § 13 SGB VIII aufgelegt werden und auch für die Jugendbildungsstätten und weitere Angebote in diesen Leistungsbereichen gelten. 
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          Jugendarbeit ist das Feld in der Kinder- und Jugendhilfe, das deutschland- und berlinweit finanziell am prekärsten ausgestattet ist. Die Corona-Krise darf nicht dazu führen, dass sich dieses Phänomen weiter zuspitzt! Es braucht einen solidarischen Schulterschluss zwischen Praxis, Verwaltung und Jugendpolitik. 
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          Wir fordern daher ebenfalls auf, die jetzt entstehenden Kosten in der Kinder- und Jugendarbeit (nach §11-§13 SGB VIII) verbindlich als komplett förderfähig anzuerkennen und dies bei den entsprechenden Abrechnungen der Fördermittel zu berücksichtigen.
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          Die Landesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit Berlin und ihre Akteur*innen bieten sich als engagierte Partner*innen für den hier dargestellten Diskurs an und stellen sowohl beim inhaltlichen als auch technisch-digitalen (Such-)Diskurs ihr Know-how zur Verfügung.
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          Landesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit, 25.03.2020
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      <pubDate>Mon, 14 Sep 2020 20:50:11 GMT</pubDate>
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